Dez 31

Am 21. Dezember gab die FIFA im Rahmen der “Fifa World Player Gala” den Sieger des neu eingeführten “Ferenc-Puskas-Awards” bekannt. Mit diesem Award soll das schönste Tor des Jahres weltweit ausgezeichnet werden. Laut FIFA.com hängt die Bewertung des Tores von den folgenden Kriterien ab:

1. Von der Ästhetik (subjektives Kriterium, z. B. Distanzschuss, Tor fiel nach einer schönen Angriffskombination oder nach einer akrobatischen Einlage)
2. Von der Bedeutung des Spiels (objektives Kriterium, beschränkt auf A-Nationalmannschaften, Konföderationswettbewerbe und Erstligaspiele der nationalen Meisterschaften, wobei die Partien der A-Nationalteams Priorität besaßen)
3. Von der Tatsache, dass es sich bei dem Tor weder um einen Glückstreffer noch um die unmittelbare Folge eines Missgeschicks seitens des gegnerischen Teams handelte
4. Vom Gedanken des Fairplay, d. h., der Spieler oder die Spielerin sollte sich im Spielverlauf nicht etwa unsportlich verhalten haben oder des Dopings überführt worden sein
5. Vom Zeitraum, denn es sind nur Tore wählbar, die zwischen Juli 2008 und Juli 2009 erzielt wurden

Um euch nun einen kleinen Überblick zu verschaffen, gibt es hier einen Zusammenschnitt der zehn nominierten Tore. Während dem Schauen wird ja sicher schon jeder in Gedanken seinen Favoriten krönen. Genau das habe ich auch getan und bin nach bestem Wissen und Gewissen zu diesen persönlichen Top 3 gekommen:

1. Michael Essien
2. Grafite
3. Luis Angel Landin

Sicher kann es immer mal sein, dass ein Spieler aufgrund seiner Popularität mehr Stimmen erhält als andere, aber als ich heute auf das endgültige und offizielle Ranking gestoßen bin konnte ich es nicht glauben. Aber seht am besten selbst.

In meinen Augen ist dieser Preis – den ich eigentlich für eine schöne Idee hielt als ich das erste Mal von ihm hörte – eine Farce. Nur ein weiterer Marketing-Gag der FIFA um sowieso schon gehypte Spieler noch mehr hochzupushen. Solche Tore wie das Siegertor fallen in der zweiten Bundesliga alle 2 Wochen. Auch ein Tor wie das von Iniesta ist jetzt finde ich nicht soooo besonders, auch wenn man hier die Platzierung aufgrund der Wichtigkeit des Treffers verstehen kann.

Wirklich schade, dass man bei diesen “von Fans vergebenen” Preisen den Namensbonus nicht verhindern kann. Ansonsten wäre das eine tolle Idee und vor allem Möglichkeit, auch die weniger bekannten Ligen und Teams einmal ins Rampenlicht zu rücken.

Dez 30

Da wurde die Winterpause in dieser Saison schon drastisch gekürzt (zwischen dem letzten Spiel 2009 und dem ersten 2010 liegen grade mal 26 Tage), und trotzdem kommt auch in diesem Jahr wieder das berühmt-berüchtigte Winterloch ans Tageslicht. Sinnlose Spekulationen über Spielerwechsel zwischen Bundesligaclubs, aber auch Wechsel vom oder ins Ausland. Hier meine Top Drei der “da lang ich mir doch an den Kopf”-Transfergerüchte in diesem Winter.

1. Kris Boyd (Glasgow Rangers) wechselt zum VfL Bochum:

Der bullige Mittelstürmer der Rangers (bisher 14 Tore in 17 Ligaspielen). Zwar könnte Bochum einen weiteren Stürmer gut gebrauchen, da Sestak, Klimowicz, Dedic und Co. bisher alles andere als überzeugen konnten, doch scheint mir Kris Boyd einfach eine Nummer zu groß. Bei Glasgow mit Stammplatz und einer lebenslangen Garantie im Europacup zu spielen ausgestatten, wird er es sich zweimal überlegen bevor er wechselt. Erst recht zu einem Verein der i.d.R. im unteren Mittelfeld rangiert. Boyd Wechsel? Viellicht. Zu Bochum? Nein. Wenn dann sehe Ich da Clubs wie den HSV oder Werder Bremen als Alternative.

2. Luca Toni (Bayern München) wechselt zu Chelsea London:

Bei Bayern bekanntlich ausgemustert und von Hoeneß…Verzeihung: Nerlinger…gerne abzugeben. Selbst der Krösus unter den Bundesligisten ist froh, wenn er einen Millionenverdiener wie Toni von der Gehaltsliste streichen kann, zumal dieser in der laufenden Saison alles andere als ein Stammspieler ist. Nur 4 Einsätze (3 von Beginn) und ein magerer Assist stehen in der diesjährigen Bundesligabilanz des “Ohrendrehers” zu Buche. Aber warum Chelsea? Ein Verein mit Prestige und einem Prall gefüllten Bankkonto. Obwohl…eher ein Verein mit Prestige und einem Russen mit einem prallgefüllten Bankkonto. Wie auch immer. Didier Drogba wird, wie sein Kollege Salomon Kalou, zwar bald zum Afrika-Cup reisen und einige Wochen nicht zur Verfügung stehen, doch mit Nicolas Anelka und dem jungen Daniel Sturridge stehen zwei prächtige Ersatzmänner parat. Warum also einen “Lückenbüßer” für ein paar Wochen und Millionen kaufen, wenn man doch gut besetzt ist und ohnehin schon ein Auge auf Edin Dzeko oder Kun Aguero geworfen hat? Toni geht nach Rom. Sicher.

3. Christoph Metzelder (Real Madrid) wechselt zu Hertha BSC Berlin:

Kein Scheiß. Hab ich wirklich gesehen. Konnte es selbst kaum glauben. Metze verdient bei Real eine Summe, die die meisten nicht mal schreiben könnten. Hertha ist bekanntlich finanziell eher klamm und würde wahrscheinlich nichtmal die Ablöse für den Ex-Dortmunder stemmen können, vom Gehalt ganz zu schweigen. Der ehemalige deutsche Nationalspieler würde von einem Club der Dauergast in der Champions League ist zu dem absoluten Sorgenkind der Bundesliga wechseln. Allein die beiden Vereinsnamen in einem Satz zu lesen lässt mich schon schmunzeln. Wenn Metze nochmal wieder kommt, dann in seine alte Heimat: Dortmund.

Dez 23

Wenn auch ein bisschen spät, gibt es auch diese Woche wieder ein Traumtor für euch. Diese Woche ist es der französische “Wunderknabe” Yoan Gourcuff mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 3:0 Zwischenstand seiner Girondins gegen den PSG. Für die Statistiker: das Spiel endete 4:0.

Ich muss mich ein bisschen für die Qualität entschuldigen, doch bei den besseren war ein einbetten in den Blog nicht möglich.

Dez 17

“23 Punkte” wurden von Eintracht-Trainer Michael Skibbe als Hinrundenziel ausgegeben. Akueller Kontostand: 23 Punkte. Und nun kommt der Meister. Nun werden viele sagen: “Na und? Hinrundenziel erreicht. Mission accomplished.” Aber Meister heißt nicht meisterlich.

Wolfsburg ist derzeit nur noch ein Schatten der Mannschaft, die letzte Saison nicht nur den Rekordmeister aus München deklassierte. Am leichtesten festzumachen ist dies am “Traumsturm” der Autostädter: Torschützenkönig Grafite (letzte Saison: 28 Tore/11 Assists) und Edin Dzeko (26/10). Gemeinsam kommen sie bisher auf 11 Tore (Grafite 5/ Dzeko 6) und 3 Assists (1/2). Aber auch andere Leistungsträger der letzten Saison suchen ihre Form der letzten Spielzeit. Marcel Schäfer ist auf dem besten Wege seinen Stammplatz an Neuzugang Fabian Johnson (für ca. 73 Golf VIer von 1860 München geholt) zu verlieren. “Abwehrrecke” und Weltmeister Andrea Barzagli erinnert des öfteren als hätte er grade 26 Runden auf dem hiesigen Kettenkarrussell hinter sich. So zuletzt auch bei der 1:3 Heimniederlage gegen den Dortmunder BVB.

Der einzige, dem es gelungen ist seine Leistung der letzten Saison zu konservieren, ist Zvjezdan Misimovic. Der Topvorbereiter der letzten Saison liegt mit 6 Toren und 5 Assists absolut im Soll.

Am Samstag um 15:30 Uhr startet nun in der Frankfurter Commerzbank-Arena das letzte Hinrundenspiel der Saison 2009/10. Zu Gast: der Deutsche Meister. Auf deren Konto: 23 Punkte.

Mit einem Sieg überwintert die Eintracht vor dem amtierenden Meister auf einem einstelligen Tabellenplatz. Während vor dem 1. Spieltag noch niemand einen Heimsieg der Adlerträger für möglich gehalten hätte, scheint es nun fast wie Pflichtprogramm. Als Frankfurter hat man keinerlei Zweifel daran, dass der derzeit bestens aufgelgte Pirmin Schwegler dafür Sorge tragen wird, dass “Zwetschge” keinen Stich macht. Und Maik Franz, der immerhin auch schon 4 mal getroffen hat wird Grafite und/oder Edin Dzeko dazu bringen, dass sie weinend nach ihrer Mama rufen. Und nebenbei grätscht er noch das 1:0. Tore grätschen kann er ja.

Oka Nikolov, Maik Franz, Marco Russ, Chris, Christoph Spycher, Pirmin Schwegler, Patrick Ochs, Selim Teber, Ümit Korkmaz, Alex Meier und Nikos Liberopolus. Elf Frankfurter können es am Samstag schaffen, rund 120.000 Wolfsburgern das Fest so richtig zu vermiesen, den VfL endgültig in die Krise zu stürzen, Armin Veh arbeitlos zu machen und – ganz nebenbei – mit 26 Punkten das beste Hinrundenergebnis Seit 1993(!) zu erzielen. Und damals wurde man am Ende immerhin 5.

Dez 16

Schockmeldung: Günter Netzer hört auf! Das meldet das Internet-Portal gmx.net heute auf seiner Website. Die WM 2010 nimmt er noch mit und dann ist, nach amtlichen 12 Jahren bei der ARD, Schluss. Schade eigentlich. Kann mir ein Länderspiel und Netzer und Delling, der seinen Kollegen trotz langer Zusammenarbeit immer noch nicht versteht, eigentlich schon gar nicht mehr vorstellen.

Das Dreamteam der Fußballmoderation im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird aufgelöst. Bin sehr gespannt, wen die ARD dann aus dem Hut zaubert um solche Momente zu toppen.

Lieber Herr Netzer. War schön. Jetzt dürfen sie Delle endlich dutzen, ohne dass es jemand mitbekommt.

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