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Dez 15

So, da nun endlich alles bereit ist, möchte ich mit meinem ersten Eintrag auch nicht lange warten. Habe grade ein bisschen überlegen müssen, ob ich hier lieber erst ein paar Wilkommensworte loswerden soll. Aber die liest ja eh keiner. Glaube ich.

Deshalb widme ich die Defloration meines Blogs einem Thema, das mich seit langer langer Zeit beschäftigt und, was viel wichtiger ist, aufregt: Das “Leischdungsbrinzipp” in der Nationalmannschaft unter Joachim Löw.

Die deutsche Nationalmannschaft ist neben der Eintracht der “Verein” meines Herzens. Und da mein Verein mir am Herzen liegt, möchte ich immer, dass die besten Spieler auf dem Platz stehen um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. So sieht das auch Jogi Löw. Sagt er zumindest. Leider muss ich mich seit einigen Monaten ernsthaft fragen, ob unser Bundestrainer die Liga, und auch die Spiele der Nationalmannschaft, überhaupt verfolgt.

Das beste Beispiel ist wohl Miro Klose. Er ist, so hart es klingt, über seinen fußballerischen Zenith hinaus. Bei Bayern hat er im Moment nicht die kleinste Aussicht auf einen Stammplatz. Eher würde Thomas Müller in den Sturm rücken als dass van Gaal der Nummer 18 eine Chance geben würde.

Sicher macht Miro für Deutschland hier und da immer wieder wichtige Tore (Viertelfinale gg. Argentinien 2006; 3:3 gg. Finnland in der WM Quali; 1:0 gg. Russland in der WM Quali), doch ist er einfach nicht mehr der Miroslav Klose der er mal war. Stolpermiro nenne ich ihn gerne liebevoll. Wenn er die 50/50 Chance zwischen “quer legen” und “selbst schießen” hat, entscheidet er sich prinzipiell falsch.

So leid es mir tut, aber vergangener Ruhm und vergangene Leistung schießen heute keine Tore mehr. Stefan Kießling stellt Woche für Woche unter Beweis, dass er treffsicher und laufstark ist. Zuletzt auch in der Nationalmannschaft beim 2:2 gegen die Elfenbeinküste.

Aber Miro Klose ist bei weitem nichts das einzige Beispiel. Thomas Hitzlsperger drückt bei Stuttgart nach wochenlangen schlechten Leistungen die Bank, Heiko Westermann kann bei Schalke lange nicht an die Leistungen der letzten Saison anknüpfen. Zudem hat er in der Nationalmannschaft noch nie überzeugt.

Lieber Herr Löw. Denken sie doch bitte mal über Alternativen nach. Mats Hummels beispielsweise spielt bei Dortmund eine Wahnsinnssaison in der Innenverteidigung und war auch bei der U21 eine Säule vor der Abwehr. Oder wie wäre es mit Patrick Ochs als dynamischen, offensiven Rechtsverteidiger?

Nunja, Sie werden das schon machen und uns 2010 zum Titel führen. Immerhin gilt laut Ihrer Aussage ja das “Leischdungsbrinzipp”.

2 Responses

  1. Max Says:

    Sehe ich das richtig, dass ich hier den ersten Kommentar in deinem Blog setze?

    Na dann wünsche ich mal viel Erfolg. Ist in den Feedreader aufgenommen.

  2. » Blog Archive » Das “Leischdungsbrinzipp” Teil 2 Says:

    [...] mich Anlass genug, hier noch einmal über das angeblich herrschende Leistungsprinzip in der Nationalmannschaft abzuledern. Diesmal mit klaren [...]

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